Immobilienmakler Kosten 2026: Provision, Leistungen & Bestellerprinzip erklärt
Ein Immobilienmakler unterstützt Sie beim Kauf, Verkauf oder der Vermietung von Immobilien. Doch welche Kosten kommen auf Sie zu, und wann lohnt sich ein Makler wirklich? Dieser Beitrag gibt Ihnen einen vollständigen Überblick über Maklerprovisionen, gesetzliche Regelungen und Alternativen.
Maklerprovision 2026: Was kostet ein Immobilienmakler?
Seit dem 23. Dezember 2020 gilt in Deutschland das Bestellerprinzip beim Immobilienkauf. Der Makler muss dann vom Verkäufer mindestens zur Hälfte bezahlt werden, wenn er von diesem beauftragt wurde.
Kostenübersicht 2026
| Bundesland | Maklerprovision gesamt | Anteil Käufer (max.) |
|---|---|---|
| Bayern, Baden-Württemberg | 3,57% beidseitig | max. 1,785% |
| NRW, Rheinland-Pfalz | 3,57% beidseitig | max. 1,785% |
| Berlin, Hamburg | 3,57% beidseitig | max. 1,785% |
| Brandenburg, Bremen | Höhere Provisionen üblich | Verhandelbar |
Leistungen des Immobilienmaklers
- Professionelle Wertermittlung der Immobilie
- Erstellung eines hochwertigen Exposés mit professionellen Fotos
- Vermarktung auf allen relevanten Portalen (Immoscout24, Immowelt, etc.)
- Qualifizierung von Kaufinteressenten
- Besichtigungsorganisation und -durchführung
- Preisverhandlung
- Kaufvertragsvorbereitung und Notarterminkoordination
Immobilienmakler oder Privatkauf?
Ein Privatverkauf spart die Maklerprovision, erfordert aber erheblichen Zeitaufwand, Marktkenntnisse und rechtliches Know-how. Studien zeigen, dass erfahrene Makler oft höhere Verkaufspreise erzielen, die die Provision übersteigen. Eine fundierte Entscheidung sollte beide Optionen abwägen.
Im direkten Vergleich
Worauf Sie achten sollten
Praktische Hinweise & nächste Schritte
Häufige Fehler vermeiden
Viele Immobilienkäufer und -verkäufer machen vermeidbare Fehler, die bares Geld kosten. Die häufigsten Fehler im Zusammenhang mit diesem Thema sind: zu wenig Eigenkapital einzuplanen, die Nebenkosten zu unterschätzen, nur eine Bank zu befragen und staatliche Förderprogramme zu ignorieren. Mit der richtigen Vorbereitung und einem Expertenvergleich über immobilien.credit lassen sich diese Fallstricke leicht umgehen.
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Was Sie als nächstes tun sollten
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Immobilien-Glossar: Wichtige Begriffe erklärt
Fachbegriffe rund um Immobilien und Finanzierung
- Eigenkapitalquote: Anteil des Eigenkapitals am Kaufpreis. Empfohlen: mind. 20 %.
- Beleihungsauslauf: Verhältnis von Darlehen zum Immobilienwert. Je niedriger, desto besser der Zins.
- Tilgung: Rückzahlung des Darlehens. Anfangstilgung mind. 2 % empfohlen.
- Zinsbindung: Zeitraum, für den der Zinssatz festgeschrieben ist. Typisch: 5, 10 oder 15 Jahre.
- Anschlussfinanzierung: Neue Finanzierung nach Ablauf der Zinsbindung. Vergleich 6–12 Monate vorher beginnen.
- Grunderwerbsteuer: Steuer beim Immobilienkauf, je nach Bundesland 3,5 % bis 6,5 % des Kaufpreises.
- Notarkosten: Ca. 1–1,5 % des Kaufpreises für die notarielle Beurkundung.
- Grundbuch: Amtliches Register aller Immobilien und ihrer Eigentümer. Eintragungskosten: ca. 0,5 %.
Warum immobilien.credit?
Ihre Vorteile auf einen Blick
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Praktische Checkliste: Ihre nächsten Schritte
Um den Überblick zu behalten, haben wir für Sie eine praktische Checkliste zusammengestellt. Gehen Sie die Punkte systematisch durch und haken Sie ab, was Sie bereits erledigt haben.
Vor der Immobiliensuche
Stellen Sie zunächst sicher, dass Ihre persönliche Ausgangssituation geklärt ist: Prüfen Sie Ihre Bonität durch eine Schufa-Selbstauskunft (kostenlos einmal jährlich unter meineschufa.de). Ermitteln Sie Ihr verfügbares Eigenkapital aus allen Quellen (Sparkonto, Tagesgeld, Wertpapierdepot, Bausparvertrag, Lebensversicherung). Klären Sie, ob Sie staatliche Fördermittel in Anspruch nehmen können (KfW, Landesförderungen, Baukindergeld-Folgemodelle). Berechnen Sie mit unserem kostenlosen Finanzierungsrechner, welche monatliche Rate Sie sich leisten können. Sprechen Sie mit einem unabhängigen Finanzierungsberater – idealerweise bevor Sie mit der Immobiliensuche beginnen.
Während der Immobiliensuche
Sobald Sie konkrete Objekte betrachten: Holen Sie für jedes interessante Objekt einen vollständigen Unterlagensatz an (Grundbuchauszug, Teilungserklärung bei WEG, Energieausweis, Baubeschreibung, letzte 3 Nebenkostenabrechnungen, Mietvertrag bei Vermietung). Lassen Sie den baulichen Zustand von einem unabhängigen Sachverständigen bewerten – die Kosten (300–600 €) amortisieren sich bei einem einzigen entdeckten Mangel sofort. Prüfen Sie das Objekt auf Altlasten im Grundbuch (Wegerechte, Dienstbarkeiten, Grundschulden). Recherchieren Sie Bauleitplanung und geplante Infrastrukturprojekte in der Gemeinde.
Bei Vertragsabschluss
Kurz vor dem Notartermin sollten Sie sicherstellen: Finanzierungszusage der Bank liegt schriftlich vor (nicht nur mündlich). Alle Nebenkosten sind im Budget berücksichtigt. Kaufvertragsentwurf wurde rechtzeitig (mindestens 2 Wochen vorher) zugeschickt und gründlich geprüft. Etwaige Mängel oder Vereinbarungen (z.B. Übergabe mit Zubehör, Reparaturpflichten des Verkäufers) sind im Kaufvertrag schriftlich festgehalten. Versicherungen (Wohngebäude, ggf. Risikolebensversicherung für Kreditnehmer) sind bereits abgeschlossen oder ab Übergabe aktiviert.
